de:ÜBER SEAT:News & Events:Modelle:Digitales Hirn eines Champions not-applies-na 2019.0.13.1 DE/DE

CUPRA und Ducati

Digitales Hirn eines Champions

  • CUPRA TCR und Ducati Desmosedici GP verarbeiten gigantische Datenmengen
  • Sensoren liefern Renningenieuren in Echtzeit Informationen von der Strecke

In der Welt des Motorsports werden Rennen nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch in den Werkstätten gewonnen. Zunehmend wichtig wird dabei die Elektronik, mit deren Hilfe die Ingenieure eine Vielzahl an Daten zur Leistung und zur Performance der eingesetzten Rennfahrzeuge analysieren können. Die elektronischen Steuermodule hochkarätiger Rennwagen und Motorräder sind wahre digitale Gehirne. Besuche in den zum Volkswagen Konzern gehörenden Werken von CUPRA und Ducati in Martorell (Spanien) und Bologna (Italien) gewähren aus erster Hand Einblicke in das Schaffen der dortigen Spezialisten.

Telemetrie – ein echtes Gewinner-Tool

Ohne telemetrische Daten ginge nichts im modernen Motorsport. Das gilt insbesondere für die im Kundensport eingesetzten CUPRA Fahrzeuge. Jeder CUPRA TCR ist mit 55 Sensoren ausgestattet, die Informationen über verschiedenste Arten von Parametern liefern. Hierzu gehören beispielsweise Geschwindigkeit, Reifentemperatur oder Motorbetrieb. Das ist auf zwei Rädern nicht anders als auf vier Rädern: Auf der Ducati Desmosedici GP erfassen bis zu 80 Sensoren alles, was auf der Strecke und in der Maschine vor sich geht.

So unterschiedlich die Fahrzeuge sind, die sie ins Rennen schicken – kontinuierliche Datenerhebung ist für beide Teams von grundlegender Bedeutung: „Unser Ziel ist es, unseren Fahrern durch maximale Performance und höchste technische Zuverlässigkeit die nötige Sicherheit und die besten Voraussetzungen für das Rennen zu bieten“, erklärt Roberto Canè, der als Electronic System Director bei Ducati Corse arbeitet.

16 Millionen Steuerbefehle pro Sekunde

Elektronik ist aber auch nicht nur bei der Überwachung der Systeme Trumpf, sondern auch bei ihrem Betrieb: So verfügt beispielsweise jedes der vier Steuermodule des CUPRA TCR über die Verarbeitungskapazität von 16 Millionen Steuerbefehlen pro Sekunde. Es gibt zwei Module im Motor und weitere zwei im Cockpit. „Sie sind miteinander verbunden und laufen parallel, um den Motor, die Elektrik, den Bordcomputer und das Getriebe zu managen“, sagt Xavier Serra, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei CUPRA.

Zugriff auf bis zu 10.000 Parameter

Außerdem hat das Steuermodul der Ducati Desmosedici GP Zugriff auf bis zu 10.000 Parameter, um die Leistung des Motorrads zu jedem Zeitpunkt auf der Strecke zu messen. Zum Beispiel kann auf diese Weise eingestellt werden, wie das Hinterrad in Abhängigkeit von der Streckenoberfläche oder den Wetterbedingungen reagieren soll.

Technologietransfer von der Serie ins Rennen

„Die Elektronik eines CUPRA Serienmodells bildet die Grundlage für die Ausstattung unserer Rennwagen“, betont Xavier Serra. Das Steuermodul aus der Serie wurde modifiziert und mit den für Rennstrecken erforderlichen Funktionen ausgestattet. Hierzu gehört beispielsweise „der Geschwindigkeitsbegrenzer für den Fall, dass im Rennen die gelbe Flagge gezeigt wird“, fügt Serra hinzu.

Andere Regeln, das gleiche Ziel

Beim MotoGP verlassen sich alle Teams auf eine gemeinsame Steuereinheit für das Management von Motor, Getriebe und Beschleuniger. Im Gegensatz zu den Rennwagen können die Parameter auf den Motorrädern vor jedem Rennen umfassend modifiziert werden. „Wir programmieren die Motorräder so, dass sie auf den Geraden Vollgas geben können, während die Leistung in den Kurven etwas gedrosselt wird. Es gibt vielfältige Änderungsmöglichkeiten“, sagt Canè.

Im Automobilrennsport dagegen sind die Regeln des neuen Tourenwagen-Weltcups (WTCR) hinsichtlich Elektronik und Motormanagement sehr restriktiv: Der Einsatz von Traktionskontrolle ist verboten, und ein Antiblockiersystem (ABS) darf nur bei Langstreckenrennen wie dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zum Einsatz kommen.

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen

Die Arbeit ist mit dem Ende des Rennens nicht vorbei. Bei einem Rennwochenende werden etwa 25 Gigabyte an Daten erfasst, die von den Ingenieuren anschließend sorgfältig analysiert werden. „Wir müssen warten, bis das Rennen vorbei ist, um die Daten herunterzuladen und herauszufinden, wie wir unsere Fahrzeuge noch besser machen können“, sagt Xavier Serra. „Für uns beginnt das eigentliche Rennen erst am Montag“, ergänzt sein Ducati Kollege Roberto Canè mit einem Augenzwinkern.

Weitere Informationen:
Melanie Stöckl
Leiterin Kommunikation
Telefon: 0 61 50/1855 450
E-Mail: melanie.stoeckl@seat.de

* Die angegebenen Verbrauchs- und Emissionswerte wurden nach den gesetzlich vorgeschriebenen Messverfahren ermittelt. Seit dem 1. September 2017 werden bestimmte Neuwagen bereits nach dem weltweit harmonisierten Prüfverfahren für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge (Worldwide Harmonized Light Vehicles Test Procedure, WLTP), einem realistischeren Prüfverfahren zur Messung des Kraftstoffverbrauchs und der CO₂-Emissionen, typgenehmigt. Ab dem 1. September 2018 wird der WLTP schrittweise den neuen europäischen Fahrzyklus (NEFZ) ersetzen. Wegen der realistischeren Prüfbedingungen sind die nach dem WLTP gemessenen Kraftstoffverbrauchs- und CO₂- Emissionswerte in vielen Fällen höher als die nach dem NEFZ gemessenen. Weitere Informationen zu den Unterschieden zwischen WLTP und NEFZ findest du unter www.seat.de/ueber-seat/wltp-standard.html.

Aktuell sind noch die NEFZ-Werte verpflichtend zu kommunizieren. Soweit es sich um Neuwagen handelt, die nach WLTP typgenehmigt sind, werden die NEFZ-Werte von den WLTP-Werten abgeleitet. Die zusätzliche Angabe der WLTP-Werte kann bis zu deren verpflichtender Verwendung freiwillig erfolgen. Soweit die NEFZ-Werte als Spannen angegeben werden, beziehen sie sich nicht auf ein einzelnes, individuelles Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebotes. Sie dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Zusatzausstattungen und Zubehör (Anbauteile, Reifenformat, usw.) können relevante Fahrzeugparameter, wie z. B. Gewicht, Rollwiderstand und Aerodynamik verändern und neben Witterungs- und Verkehrsbedingungen sowie dem individuellen Fahrverhalten den Kraftstoffverbrauch, den Stromverbrauch, die CO₂-Emissionen und die Fahrleistungswerte eines Fahrzeugs beeinflussen.

Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und den offiziellen, spezifischen CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO₂-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH, Hellmuth-Hirth-Str. 1, 73760 Ostfildern-Scharnhausen (www.dat.de) unentgeltlich erhältlich ist.

Newsletter

Newsletter

Kontakt

Kontakt