„Ich wollte das Design eines Autos verewigen“, erklärt Alexandre Farto, besser bekannt als Vhils. Der portugiesische Street Artist präsentiert mit „Tangible“ eines seiner neusten Werke: eine Skulptur aus 15 Tonnen Zement, die das Design des Crossover-SUV SEAT Arona neu interpretiert. Hier eine kurze Entstehungsgeschichte dieses Projekts, an dem Vhils ein Jahr gearbeitet hat:

Drei Monate für den Bau der ersten 3-D-Form

Der portugiesische Künstler Alexandre Farto lässt sich vom Design des urbansten SUV von SEAT inspirieren und kreiert eine einzigartige Skulptur.

So wie ein Autodesigner beginnt auch der international anerkannte Street Artist seine Projekte mit Stift und Papier und prüft dann mithilfe von Virtualisierungstechnologien, ob die Umsetzung möglich ist. „Ich hatte noch nie zuvor mit oder an einem Auto gearbeitet. Aber das war einer meiner lang gehegten Wünsche, deshalb war diese Kooperation die perfekte Gelegenheit“, berichtet Vhils.

Zement: ein problematischer Werkstoff

Für Vhils bestand die Herausforderung darin, einen Crossover-SUV mit einem kompliziert zu formenden Werkstoff zu gestalten. „Ich arbeite gerne mit eher groben Materialien“, so der Straßenkünstler. Er verwendete insgesamt 15 Tonnen Zement, Glasfaser und Silikon. Für den Bau der Form war zunächst eine Stahlkonstruktion erforderlich. Die Räder, die jeweils 100 Kilogramm wiegen, wurden separat hergestellt.

Crossover-Autoskulptur

Der vordere Teil der Skulptur zeichnet die Linienführung des Arona nach, während die Rückseite abstrakt gestaltet ist: „Wellen und Tropfen, eine schäumende Gischt, in die ein Auge eingebettet ist. Das unterstreicht die Bedeutung des Sehens. Aus der Ferne scheint es, als würde das Auto eine Heckwelle hinter sich herziehen“, erklärt Vhils.

In 100 Jahren ein Fossil

Vhils möchte, dass seine Interpretation des City-Crossovers in einem Jahrhundert wiederentdeckt wird. „Ich bin ungemein stolz auf dieses Werk, nicht nur wegen seiner technischen Komplexität, sondern auch, weil es darauf ausgelegt ist, die Zeiten zu überdauern“, so Vhils. Der Künstler sieht in „Tangible“ ein Zeugnis der heutigen Gesellschaft. „Ich wollte nicht nur die Linien eines Autos verewigen, sondern auch die Beziehung zwischen Städten und ihren Einwohnern festhalten“, so Vhils abschließend. Für ihn stellt das Auto ein entscheidendes Bindeglied unserer urbanen Gesellschaft dar.