SEAT und der olympische Geist

Es war ein ebenso bewegender wie historischer Augenblick vor 65.000 Zuschauern im Olympiastadion von Barcelona und Hunderten Millionen Menschen weltweit vor den Fernsehern: Manfred Klein, der damalige Steuermann der Deutschen Ruder-Nationalmannschaft, trug am 25. Juli 1992 die bundesdeutsche Flagge ins Olympiastadion von Barcelona. Das Besondere: erstmals – nach Jahrzehnten der Trennung – gefolgt von einer gesamtdeutschen Delegation.

25 Jahre ist die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1992 inzwischen her – der Spiele, bei denen die damaligen Tennis-Superstars Boris Becker und Michael Stich ihre Rivalität für ein paar Wochen verdrängten und sich gemeinsam zu Olympia-Gold im Herrendoppel kämpften. Bei denen Heike Drechsler so weit und Heike Henkel so hoch wie keine andere Leichtathletin sprang. Und zu denen der unvergessene Freddie Mercury gemeinsam mit der Opernsängerin Montserrat Caballé eine epische Hymne lieferte.

Eine Flotte aus 2.000 SEAT Ibiza und SEAT Toledo

Mehr als 12.000 Athleten aus 169 Nationen traten in 257 Wettbewerben gegeneinander an – und auch SEAT nahm bei diesem Heimspiel natürlich eine tragende Rolle ein: 30.000 Freiwillige hatte das Unternehmen geschult, damit die Stadt die olympische Familie aufnehmen konnte. Es galt, eine enorme logistische Herausforderung zu meistern.

Unter anderem mussten Hunderte von Athleten, Delegierten und Journalisten jeden Tag zwischen den Wettkampfstätten und dem olympischen Dorf hin- und hergefahren werden. Dafür standen 400 Chauffeure und eine Flotte bestehend aus 2.000 SEAT Ibiza, dem offiziellen Fahrzeug der Olympischen Spiele 1992, und SEAT Toledo bereit. Die beiden Modelle entwickelten sich zu den Fahrzeugen mit dem olympischen Geist.

Ein SEAT Toledo für jeden spanischen Medaillengewinner

Der „Olympic Ibiza“ war eine Sonderserie des weißen SEAT Ibiza, die mit den olympischen Ringen und dem Logo für Barcelona ’92 gekennzeichnet war. Er reiht sich in die traditionsreiche Geschichte des SEAT Ibiza ein, der mittlerweile in die fünfte Generation geht und mit bisher 5,4 Millionen verkauften Einheiten das bekannteste Markensymbol des spanischen Automobilherstellers ist. Darüber hinaus gab es einen SEAT Toledo für Gewinner, den „Toledo Podium“: Von dieser Sonderversion wurden nur 25 Stück gefertigt. Jeder der 23 spanischen Medaillengewinner erhielt ein Fahrzeug, das sich durch seine marineblaue Farbe und exklusive Details auszeichnete, wie zum Beispiel ein tragbares Telefon in der Armstütze und Holzeinlagen im Lenkrad.

Sondermodelle sind in der historischen SEAT Sammlung zu bestaunen

Zudem stellte SEAT für den Fackellauf ein ganz spezielles Sondermodell zur Verfügung: einen elektrisch angetriebenen SEAT Toledo mit einem hinter dem Kühlergrill verborgenen Ladegerät. Das Modell verfügte außerdem über einen Satz Batterien, die 500 Kilogramm wogen und eine Reichweite von 65 Kilometer ermöglichten. Die historische SEAT Sammlung umfasst heute noch ein perfekt erhaltenes Modell des „Olympic Ibiza“, einen „Elektro Toledo“ und zwei Modelle des „Toledo Podium“. All diese Raritäten zeugen von der lebendigen Geschichte der Marke. Und sie erinnern dieser Tage an die besonders aus deutscher Sicht historischen Sommerspiele der 25. Olympiade, die vom 25. Juli bis zum 9. August 1992 in der katalanischen Metropole Barcelona ausgetragen wurden.